Normales Schnarchen vs. krankhaftes Schnarchen
Die meisten Hunde machen im Schlaf Geräusche. Ein leises, gelegentliches Atemgeräusch ist normal, besonders im Tiefschlaf, wenn die Muskelspannung nachlässt. Der Körper entspannt sich, das Gaumensegel vibriert leicht, und es kommt zu sanftem Schnarchen. Langköpfige Rassen (Greyhounds, Collies) schnarchen fast nie hörbar. Mittelköpfige Rassen (Labradore, Beagles) schnarchen gelegentlich, meist wenn sie in ungewöhnlicher Lage schlafen.
Krankhaftes Schnarchen ist etwas anderes. Es ist laut (quer durch den Raum hörbar), anhaltend (nicht nur im Tiefschlaf) und wird von weiteren Anzeichen begleitet: Aufschrecken mit Schnauben, Atemnot, Schlafen in aufrechter Haltung oder mit hochgelagertem Kopf, um die Atemwege offen zu halten. Diese Hunde schlafen nicht gut - ihre eigene Anatomie stört ihren Schlaf.
Das Muster, das Sie beunruhigen sollte: Ihr Hund schnarcht jede Nacht, schnarcht im Wachzustand (in Ruhe, nicht nur bei Anstrengung), wacht gelegentlich würgend oder hustend auf oder schläft mit ungewöhnlich gestrecktem Hals. Das ist keine Eigenart. Hier arbeiten die Atemwege zu schwer.
Bei kurzköpfigen Rassen - Französischen Bulldoggen, Englischen Bulldoggen, Möpsen, Boston Terriern, Shih Tzus, Pekinesen, Cavalier King Charles Spaniels - ist starkes Schnarchen so normal geworden, dass Halter es oft nicht als klinisches Zeichen erkennen. „So klingen Französische Bulldoggen eben“ ist ein Satz, der viele Hunde Lebensjahre gekostet hat.