Epilepsie beim Hund - Symptome und Kosten

Epilepsie beim Hund - Symptome, Kosten und Versicherung

  1. Das Wichtigste & echte Kosten
  2. Was Diagnose und Behandlung kosten
  3. Häufige Fragen

Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung beim Hund - die Diagnostik nach GOT kann bis rund 2.000 EUR kosten, danach folgt eine lebenslange Medikation. Wiederkehrende Anfälle entstehen meist ohne erkennbare Ursache (idiopathische Epilepsie). Die meisten betroffenen Hunde leben mit der richtigen Medikation normal lange. Die Herausforderung sind die hohen Diagnosekosten am Anfang - inklusive Blutbild und gegebenenfalls MRT - und dann jahrelange tägliche Medikamente. Wichtig: Einmal diagnostiziert, gilt Epilepsie als Vorerkrankung und ist bei einem neuen Vertrag dauerhaft ausgeschlossen.

Das Wichtigste & echte Kosten

Was Epilepsie beim Hund ist

Am häufigsten ist die idiopathische Epilepsie (genetisch, ohne erkennbare Ursache). Eine strukturelle Epilepsie entsteht durch Tumore, Kopfverletzungen oder Entzündungen. Reaktive Anfälle kommen von Giften oder Stoffwechselstörungen. Meist beginnt sie im Alter von 1-5 Jahren. Betroffen ist unter 1% aller Hunde, bei manchen Rassen deutlich mehr

Symptome - worauf Sie achten müssen

Großer Anfall: Zusammenbrechen, Verkrampfen, rudernde Beine, Speicheln, Kot- oder Harnabgang. Fokaler Anfall: Zucken einzelner Körperteile, seltsames Verhalten. Vor dem Anfall: Unruhe, Anhänglichkeit, starrer Blick. Danach: Verwirrung, vorübergehende Blindheit. Ein Anfall dauert meist 30 Sekunden bis 2 Minuten

Diagnose 200-2.000 EUR

Ein Blutbild (nach GOT etwa 80-200 EUR) schließt Stoffwechselursachen aus. Ein MRT (ca. 1.600 EUR) prüft auf Tumore, Entzündungen oder strukturelle Schäden. Epilepsie wird durch Ausschluss diagnostiziert - alles andere muss vorher ausgeschlossen werden. Nach GOT etwa 200-2.000 EUR

Behandlung 20-100 EUR/Monat lebenslang

Antiepileptika: Phenobarbital, Kaliumbromid, Levetiracetam (Keppra) oder Zonisamid. Die meisten Hunde brauchen ein bis zwei Medikamente. Dazu Blutkontrollen alle 6 Monate (ca. 100-200 EUR), um Wirkstoffspiegel und Leberwerte zu überwachen. Laufend etwa 20-100 EUR/Monat

Kosten im ersten Jahr 1.000-3.000 EUR

Diagnostik plus erstes Jahr Medikation und Kontrollen. In den Folgejahren rund 300-1.500 EUR pro Jahr, ein Leben lang.

Gemanagt - nicht geheilt

Medikamente kontrollieren die Anfälle, heilen die Epilepsie aber nicht. Die Behandlung ist lebenslang. Dosen dürfen nie ausgelassen oder abrupt abgesetzt werden.

Die Vorerkrankungs-Falle

Sobald die Epilepsie diagnostiziert ist, gilt sie als Vorerkrankung. Wechseln Sie danach die Versicherung, schließt der neue Anbieter Epilepsie und alle Folgekosten dauerhaft aus - nicht nur während einer Wartezeit.

Gefährdete Rassen

Labrador Retriever, Golden Retriever, Beagle und Deutscher Schäferhund haben die höchste Rate an idiopathischer Epilepsie. In diesen Rassen ist sie erblich.

Was Diagnose und Behandlung kosten
1.000 EURtypisch im ersten Jahr

Diagnostik plus erstes Jahr Medikation - je nach MRT und Medikamenten deutlich mehr.

Diagnose (Blutbild, ggf. MRT) 200-2.000 EUR
Medikation & Kontrollen 20-100 EUR/Monat
Erstes Jahr gesamt 1.000-3.000 EUR

Häufige Fragen

Echte Antworten zu Anfällen, Kosten und Versicherung.

Wie sieht ein epileptischer Anfall beim Hund aus?
Ein großer Anfall beginnt mit Zusammenbrechen auf die Seite, Verkrampfen und rhythmisch rudernden Beinen. Speicheln sowie Kot- und Harnabgang sind häufig, der Hund ist bewusstlos. Ein fokaler Anfall zeigt sich als Zucken einzelner Gliedmaßen oder ungewöhnliches Verhalten. Die meisten Anfälle dauern 30 Sekunden bis 2 Minuten. Danach sind Hunde verwirrt, desorientiert oder vorübergehend blind.
Was kostet die Behandlung von Epilepsie beim Hund?
Die Diagnostik liegt bei etwa 200 - 2.000 EUR, vor allem wegen des MRT (ca. 1.600 EUR). Die monatliche Medikation kostet je nach Wirkstoff und Menge rund 20 - 100 EUR. Blutkontrollen alle 6 Monate schlagen mit 200 - 400 EUR pro Jahr zu Buche. Im ersten Jahr kommen so meist 1.000 - 3.000 EUR zusammen, in den Folgejahren rund 300 - 1.500 EUR - ein Leben lang.
Ist Epilepsie beim Hund heilbar?
Die idiopathische Epilepsie ist nicht heilbar, nur behandelbar. Antiepileptika senken Häufigkeit und Schwere der Anfälle, viele Hunde erreichen eine gute Kontrolle. Ziel sind möglichst wenige Anfälle bei möglichst geringen Nebenwirkungen. Die Medikamente müssen täglich und lebenslang gegeben werden - ein abruptes Absetzen löst schwere Rückfall-Anfälle aus. Eine strukturelle Epilepsie kann sich bessern, wenn die Ursache behandelt wird.
Zahlt die Versicherung die Epilepsie-Behandlung?
Nur, wenn Sie den Hund vor dem ersten Anfall versichert haben. Epilepsie ist ein chronisches Leiden, und sobald sie diagnostiziert ist, gilt sie als Vorerkrankung. Wechseln Sie danach die Versicherung, schließt der neue Anbieter Epilepsie samt teurem MRT, Medikamenten und Notfallbehandlung dauerhaft aus - nicht nur während einer Wartezeit. Manche Tarife deckeln zudem die Erstattung für chronische Leiden. Prüfen Sie beides vor Abschluss.
Welche Rassen sind besonders gefährdet?
Die höchsten Raten haben Labrador Retriever, Golden Retriever, Beagle, Deutscher Schäferhund, Belgische Schäferhunde, Border Collies und Irish Setter. In diesen Rassen ist die Epilepsie erblich. Grundsätzlich kann sie aber in jeder Rasse und auch bei Mischlingen auftreten, meist im Alter von 1-5 Jahren.

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Marcel Janik, Gründer von RealVetCost
Marcel Janik Founder of realvetcost.com

Meine Schwiegermutter brachte ihren Deutschen Boxer in die Tiernotaufnahme - 1.200 Dollar für Untersuchungen, keine Diagnose. Ein anderer Tierarzt löste das Problem in Minuten mit Tabletten für 8 Dollar.

Quellen

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  1. 1 Ein Hinweis zu dieser Recherche. Dies ist keine Gesundheits-, Rechts- oder Finanzberatung. Wir sind Designer und Programmierer, die für die Community recherchieren. Gebühren und Tarifbedingungen ändern sich, und wir sind weder Tierärzte noch Versicherungsvermittler. Bei Anfällen gilt: ab in die Tierarztpraxis. Die folgenden Quellen sind unsere Grundlage - prüfen Sie sie selbst.
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