Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung beim Hund - die Diagnostik nach GOT kann bis rund 2.000 EUR kosten, danach folgt eine lebenslange Medikation. Wiederkehrende Anfälle entstehen meist ohne erkennbare Ursache (idiopathische Epilepsie). Die meisten betroffenen Hunde leben mit der richtigen Medikation normal lange. Die Herausforderung sind die hohen Diagnosekosten am Anfang - inklusive Blutbild und gegebenenfalls MRT - und dann jahrelange tägliche Medikamente. Wichtig: Einmal diagnostiziert, gilt Epilepsie als Vorerkrankung und ist bei einem neuen Vertrag dauerhaft ausgeschlossen.
Das Wichtigste & echte Kosten
Am häufigsten ist die idiopathische Epilepsie (genetisch, ohne erkennbare Ursache). Eine strukturelle Epilepsie entsteht durch Tumore, Kopfverletzungen oder Entzündungen. Reaktive Anfälle kommen von Giften oder Stoffwechselstörungen. Meist beginnt sie im Alter von 1-5 Jahren. Betroffen ist unter 1% aller Hunde, bei manchen Rassen deutlich mehr
Großer Anfall: Zusammenbrechen, Verkrampfen, rudernde Beine, Speicheln, Kot- oder Harnabgang. Fokaler Anfall: Zucken einzelner Körperteile, seltsames Verhalten. Vor dem Anfall: Unruhe, Anhänglichkeit, starrer Blick. Danach: Verwirrung, vorübergehende Blindheit. Ein Anfall dauert meist 30 Sekunden bis 2 Minuten
Ein Blutbild (nach GOT etwa 80-200 EUR) schließt Stoffwechselursachen aus. Ein MRT (ca. 1.600 EUR) prüft auf Tumore, Entzündungen oder strukturelle Schäden. Epilepsie wird durch Ausschluss diagnostiziert - alles andere muss vorher ausgeschlossen werden. Nach GOT etwa 200-2.000 EUR
Antiepileptika: Phenobarbital, Kaliumbromid, Levetiracetam (Keppra) oder Zonisamid. Die meisten Hunde brauchen ein bis zwei Medikamente. Dazu Blutkontrollen alle 6 Monate (ca. 100-200 EUR), um Wirkstoffspiegel und Leberwerte zu überwachen. Laufend etwa 20-100 EUR/Monat
Diagnostik plus erstes Jahr Medikation und Kontrollen. In den Folgejahren rund 300-1.500 EUR pro Jahr, ein Leben lang.
Medikamente kontrollieren die Anfälle, heilen die Epilepsie aber nicht. Die Behandlung ist lebenslang. Dosen dürfen nie ausgelassen oder abrupt abgesetzt werden.
Sobald die Epilepsie diagnostiziert ist, gilt sie als Vorerkrankung. Wechseln Sie danach die Versicherung, schließt der neue Anbieter Epilepsie und alle Folgekosten dauerhaft aus - nicht nur während einer Wartezeit.
Labrador Retriever, Golden Retriever, Beagle und Deutscher Schäferhund haben die höchste Rate an idiopathischer Epilepsie. In diesen Rassen ist sie erblich.
Diagnostik plus erstes Jahr Medikation - je nach MRT und Medikamenten deutlich mehr.
Häufige Fragen
Echte Antworten zu Anfällen, Kosten und Versicherung.
Wie sieht ein epileptischer Anfall beim Hund aus?
Was kostet die Behandlung von Epilepsie beim Hund?
Ist Epilepsie beim Hund heilbar?
Zahlt die Versicherung die Epilepsie-Behandlung?
Welche Rassen sind besonders gefährdet?
Meine Schwiegermutter brachte ihren Deutschen Boxer in die Tiernotaufnahme - 1.200 Dollar für Untersuchungen, keine Diagnose. Ein anderer Tierarzt löste das Problem in Minuten mit Tabletten für 8 Dollar.
Quellen
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- 1 Ein Hinweis zu dieser Recherche. Dies ist keine Gesundheits-, Rechts- oder Finanzberatung. Wir sind Designer und Programmierer, die für die Community recherchieren. Gebühren und Tarifbedingungen ändern sich, und wir sind weder Tierärzte noch Versicherungsvermittler. Bei Anfällen gilt: ab in die Tierarztpraxis. Die folgenden Quellen sind unsere Grundlage - prüfen Sie sie selbst.
- 2 Tiermedizinportal: Epilepsie beim Hund - Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung, tiermedizinisch geprüfte Darstellung
- 3 Panda Tierversicherung: Was gilt als Vorerkrankung bei der Tierversicherung - chronische Erkrankungen wie Epilepsie gelten als Vorerkrankung und sind dauerhaft ausgeschlossen
- 4 Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) vom 15. August 2022 - amtlicher Volltext, gesetze-im-internet.de