Die feline infektiöse Peritonitis (FIP) galt lange als sicheres Todesurteil - seit der antiviralen Therapie mit GS-441524 ist sie in vielen Fällen behandelbar. Auslöser ist ein mutiertes felines Coronavirus. Betroffen sind vor allem junge Katzen unter drei und sehr alte Tiere. Die Krankheit schreitet schnell voran, deshalb ist eine frühe Diagnose entscheidend.
Das Wichtigste & echte Kosten
Das feline Coronavirus (FCoV) infiziert viele Katzen harmlos über Kot und Speichel. Erst wenn es im Körper mutiert, kann daraus die tödliche FIP entstehen. Das mutierte Virus befällt Immunzellen und löst eine schwere Entzündung aus. Stress, Genetik und ein geschwächtes Immunsystem beeinflussen das Risiko. Ein mutiertes Coronavirus greift die Immunzellen an
Feuchte Form: Flüssigkeit im Bauch oder Brustkorb, Fieber, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit - schreitet in Wochen voran. Trockene Form: Entzündungsherde in Augen, Gehirn und Organen, Bewegungsstörungen und Krampfanfälle - langsamer, aber schwerer zu erkennen. Fieber, Gewichtsverlust und Mattigkeit treten bei beiden Formen auf
Kein einzelner Test ist beweisend. Flüssigkeitsanalyse (eiweißreich, gelblich), Rivalta-Test, Blutbild mit erhöhten Globulinen, FCoV-PCR und Ultraschall werden kombiniert. Die Immunfärbung gilt als sicherste Methode, ist aber aufwändig. Die Diagnostik nach GOT etwa 300-800 EUR
Die antivirale Therapie mit GS-441524 läuft über rund 12 Wochen als tägliche Injektion oder Tablette. Ein großer Teil der Katzen erreicht eine dauerhafte Remission. Die Kosten hängen stark vom Gewicht ab und liegen über die gesamte Therapie meist bei etwa 3.000-8.000 EUR. Danach folgt eine mehrwöchige Nachkontrolle
Diagnostik, Medikamentenkur und Nachkontrolle zusammen. Die neurologische Form braucht oft eine höhere Dosis und längere Behandlung und kann die Kosten über 9.000 EUR treiben.
Katzen unter drei und über zehn Jahren erkranken am häufigsten. In Mehrkatzenhaushalten und Zuchten ist die Ansteckung mit dem Coronavirus höher. Reinrassige Katzen aus Zuchten zeigen eine höhere gemeldete Häufigkeit.
Ohne Behandlung verläuft FIP fast immer tödlich, oft innerhalb von Tagen bis Wochen. Mit GS-441524 erreicht ein großer Teil der Katzen eine dauerhafte Remission. Eine frühe Behandlung vor schweren Organschäden verbessert die Aussichten.
FIP schreitet so schnell voran, dass nach den ersten Symptomen keine Zeit für einen Neuabschluss bleibt - die Wartezeit von 1-3 Monaten wäre ohnehin nicht erfüllt. Und die teure Therapie sprengt bei manchen Tarifen die jährliche Erstattungsgrenze. Junge Katzen früh versichern, bevor Symptome auftreten.
12-wöchige antivirale Therapie, Diagnostik und Nachkontrolle zusammengerechnet.
Häufige Fragen
Echte Antworten zu Symptomen, Behandlung und Kosten.
Was ist FIP und wie stecken sich Katzen an?
Kann man FIP heilen?
Was kostet die Behandlung von FIP?
Zahlt die Versicherung die FIP-Behandlung?
Was ist der Unterschied zwischen feuchter und trockener FIP?
Meine Schwiegermutter brachte ihren Deutschen Boxer in die Tiernotaufnahme - 1.200 Dollar für Untersuchungen, keine Diagnose. Ein anderer Tierarzt löste das Problem in Minuten mit Tabletten für 8 Dollar.
Quellen
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- 2 Tiermedizinportal: Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) - Ursachen, Formen, Behandlung mit GS-441524 und Prognose, tiermedizinisch geprüfte Darstellung
- 3 Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) vom 15. August 2022 - amtlicher Volltext mit dem Steigerungssatz-System, gesetze-im-internet.de
- 4 Bundestierärztekammer: Die neue Gebührenordnung für Tierärzte kommt (GOT-Novelle 2022)